Der Arbeitsmarkt

Der Arbeitsmarkt in der Demokratie
In einer Volkswirtschaft werden das Angebot und die Nachfrage nach Arbeitskräften als Arbeitsmarkt bezeichnet. Der Arbeitsmarkt funktioniert wie der Gütermarkt. Als Arbeitsnehmer werden die Personen bezeichnet, die die Arbeit verrichten. Der Arbeitgeber nimmt die Arbeitsleistung entgegen. Die Arbeitnehmer stellen ihre Arbeitskraft gegen Lohn/Gehalt zur Verfügung. Für die verrichteten Dienstleistungen oder handwerklichen Tätigkeiten werden sie von den Arbeitgebern bezahlt.

Der Arbeitsmarkt lässt sich gut mit dem Gütermarkt vergleichen. Das Arbeitskraftangebot ist umso höher, je höher das Gehalt dafür ist. Umgekehrt ist ebenso, je geringer das Gehalt desto weniger Arbeitskräftenachfrage.

Als ersten Arbeitsmarkt bezeichnet man den betriebswirtschaftlichen Bedarf nach Arbeitskräften. Die Unternehmen stellen geeignete Mitarbeiter ein, die auf dem Arbeitsmarkt Arbeit suchen.
Als zweiten Arbeitsmarkt bezeichnet man die Arbeitsplätze, die staatliche gefördert werden. Finanzielle Anreize sollen die Arbeitgeber zum Schaffen neuer Arbeitsplätze anregen.
Der Arbeitsmarkt wird durch die Arbeitslosenquote und die Erwerbsquote gekennzeichnet.
Die Arbeitslosenquote errechnet sich aus den Personen die arbeitsuchend gemeldet sind zu dem Anteil der erwerbsfähigen Personen in Deutschland. Die Erwerbsquote ist der Prozentsatz der besetzten Arbeitsplätze zu den tatsächlich vorhanden Arbeitsplätzen.
Es werden auch noch regionale Statistiken auf die einzelnen Wirtschaftssektoren bezogen erstellt. Dies stellt die sehr unterschiedlichen Bedingungen des Arbeitsmarktes in Deutschland dar.
Für Analysezwecke werden die Statistiken nach weiteren Gesichtspunkten gegliedert.
Beispielweise nach dem Geschlecht oder dem Alter. Diese Statistiken werden genutzt um arbeitsmarktpolitische Instrumente einzusetzen. Förderung von jungen Mitarbeitern oder Gleichstellung der Frauen im Beruf sind zwei Beispiele.

Auf dem Arbeitsmarkt werden seit 2003 in drei verschiedene Arbeitsplatzmöglichkeiten unterschieden.
Als normales Beschäftigungsverhältnis bezeichnet man Arbeitsplätze, bei denen der Bruttoverdienst über 800,– € pro Monat liegt.
Als Minijob bezeichnet man Tätigkeiten, die mit bis zu 400,–€ (brutto) im Monat bezahlt werden.
Dazwischen liegt der sogenannte Niedriglohn-Job. Der Bruttoverdienst im Monat liegt zwischen 400,01 € und 800,– €.

Monatlich werden die aktuellen Arbeitslosenzahlen von der Bundesagentur für Arbeit bekannt gegeben.

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