Hausfrau – Auch ein Beruf

Früher war es normal wenn die Frau bei der Frage, was machen sie beruflich, “Hausfrau” angegeben hat. Heute wird sie meist belächelt. Hausfrau ist doch kein Beruf. Eine Frau, die zu Hause bleibt gilt als zu faul, um zum Lebensunterhalt beizutragen. In den meisten Fällen wird die Frau zur Hausfrau, wenn sie Mutter geworden ist. Um dem Kind oder den Kindern gerecht zu werden, bleibt sie dann oft über viele Jahre zu Hause. An eine Rückkehr ins Berufsleben ist dann manchmal nicht mehr zu denken, da Arbeitgeber eine Bewerbung oftmals mit der Begründung “lange Berufsabstinenz” ablehnen. Und so entscheiden sich dann viele Eheleute dazu, dass die Frau ihren Beruf als Hausfrau weiter ausübt.

Sicherlich profitiert die Hausfrau heute von allen Annehmlichkeiten der modernsten Arbeitsgeräte. Waschmaschine, Wäschetrockner und vieles mehr erleichtert dem Berufsstand Hausfrau das Leben schon sehr. Auch im Haushalt hat Hightech Einzug gehalten.

Doch wie sagt man, der Arbeitstag einer Hausfrau, und zusätzlich meist noch Mutter, endet nie.
Definiert man den Begriff Hausfrau so kommt man auf die Frau im Hause, die für (fast) alle Arbeiten im und ums Haus zuständig ist. Dies beinhaltet die Versorgung und Betreuung der Familie insbesondere der Kinder, jegliche Besorgungen und die Verwaltung der familiären finanziellen Angelegenheiten. Eine Frau, die diesen Verpflichtungen zu hundert Prozent nachkommt, übt sicherlich einen Beruf aus, und zwar einen sehr abwechslungsreichen, aber auch sehr anstrengenden Beruf.

Da der Job als Hausfrau nicht “erlernt” wird wie andere Ausbildungsberufe, ist er auch nicht als Beruf anerkannt. Von einer entsprechenden Bezahlung einmal ganz abgesehen. Sie bekommt das Haushaltsgeld und versorgt damit noch die Familie. Auch werden diese Jahre für eine Rente nicht anerkannt.

Verschiedene Tests haben übrigens ergeben, dass der Stressfaktor einer Hausfrau viel höher liegt, als der bei einer berufstätigen Frau, die nach acht Stunden Arbeit in den Feierabend geht.
Da das Wort Beruf von Berufung kommt, sollte jede Frau, die sich zur Hausfrau berufen fühlt, diesen Beruf auch ausüben.

Für Hausfrauen, deren Aufgaben nicht den ganzen Tag einnehmen, bietet sich ein Teilzeit-Job in einem Supermarkt als Verkäuferin oder Lageristin an.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.