Zivildienst

Wenn ein junger Mann mit seinem Gewissen nicht vereinbaren kann, als Wehrpflichtiger den Kriegsdienst abzuleisten, hat er die Möglichkeit des Zivildienstes. Er muss dann einen Antrag zur Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer beantragen. Dafür ist das Krieswehrersatzamt zuständig. Ein sehr wichtiger Teil für diese Prüfung besteht in der ärztlichen Untersuchung, der sogenannten Musterung. Diese wird bei der Bundeswehr eingesetzt, um die Eignung für den Wehrdienst festzustellen. Diese Einladung erfolgt von dem zuständigen Kreiswehrersatzamt. Dort findet auch die Untersuchung statt. Sie ist eine wichtige Vorraussetzung für die Anerkennung des Kriegsdienstverweigerers. Ihr Ergebnis zählt für den zukünfitigen Zivildienst.

Die Suche nach der richtigen Zivildienststelle
Die Suche einer Zivildienststelle kann erleichtert werden durch Hilfe von Verbänden der Wohlfahrtspflege. die über Listen von freien Stellen verfügen. Internetbörsen über freie Plätze für Zivildienst können ebenfalls helfen, die richtige Stelle zu finden. Die Einrichtungen, die die Männer aufnehmen, stellen einen Ansprechpartner, welcher sie immer betreut und bei Fragen und Problemen zur Seite steht. Fahrkosten zu den Vorstellungsgesprächen werden allerdings nicht übernommen.

Sobald die Untersuchungen abgeschlossen sind, der gestellte Antrag zum Kriegsdienstverweigerer gestellt ist, verschikt das zuständige Bundesamt eine Vorankündigung der Herranziehung. Dieses Schreiben wird Monate zuvor zugestellt. Es wird zwei Monate Zeit gegeben, um einen Einberufungsvorschlag eigenmächtig auszustellen. Für die Dauer des Zivildienstes sind die Männer weder privat noch gesetzlich versichert. Diese Aufgabe übernimmt das Bundesamt komplett für die gesamten ärztlichen Leistungen. In der zeit des Kriegsersatzdienstes hat der Auszuführende Anspruch auf Sold, Weihnachtsgeld, Reise und gegebenfalls auch Verpflegungskosten, insofern die Verpflegung nicht im Eisatzort stattfindet.

Auch Minderjährige können schon Kriegsersatzdienst leisten, wenn sie die Zustimmung ihrer gesetzlichen Vertreter besitzen, und ihr Schulpflicht erledigt haben. Alternativ wäre die schriftliche Vorlage einer Schulbefreiung. Die Dauer eines Dienstes beträgt grundsätzlich 9 Monate. Dem Zivildienstleistenden enstehen zudem keinerlei Nachteile in seiner sozialen Sicherheit. Zuschüsse oder Leistungen für ie Sozialversicherung können erhalten werden.

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